Scharfe Kritik an Umweltministerin Schulze. Naturschutz nicht auf dem Rücken der Landwirte. Kooperation statt Konfrontation.

Bernd Siebert, MdB
Bernd Siebert, MdB
Bundestagsabgeordneter Bernd Siebert (Gudensberg) spricht sich mit Nachdruck gegen das geplante Insektenschutzgesetz des Bundesumweltministeriums in seiner derzeitigen Form aus: „Dieser Gesetzentwurf ist eine Zumutung für die Landwirtschaft. Der aktuelle Entwurf geht weit über den Beschluss im Rahmen des Aktionsprogramms Insektenschutz hinaus. Mit diesen Zwangsmaßnahmen wird den Insekten nicht geholfen, aber unseren Bauern geschadet. Das ist so nicht hinnehmbar!“

Der Landratskandidat der CDU Schwalm-Eder, Michael Schär (Fritzlar), ist im Rahmen des Landratswahlkampfs viel in Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern, insbesondere aber auch mit Vertretern der Landwirtschaft. „Die geplanten Maßnahmen hätten erhebliche Folgen für die gesamte Landwirtschaft – vom Ackerbau, über den Obst- und Gemüseanbau und die Fleisch- und Milcherzeugung bis hin zur Forstwirtschaft. Ein Verbot der Anwendung von Pflanzenschutz würde vielen Landwirten die Grundlage zum Wirtschaften nehmen.“
 
Grundsätzlich fordert der Kreisvorsitzende der CDU Schwalm-Eder, Mark Weinmeister, Staatssekretär für Europa der Hessischen Landesregierung, einen weiteren Blick auf die europäische Dimension des Pflanzenschutzes. Die EU habe bereits konkrete Maßnahmen festgelegt, wie der Einsatz von Pflanzenschutz bis zum Jahr 2030 stetig verringert solle. Insofern sei ein nationaler Alleingang das völlig falsche Signal an die Landwirte: „Unsere Bauern investieren seit Jahren massiv in Maßnahmen, die die Biodiversität auf den Äckern und Wiesen steigern. Das beweist: Naturschutz und Biodiversität geht nur mit den Landwirten, nicht gegen sie! Der in Niedersachsen eingeschlagene Weg zeigt, wie es besser geht.“
 
Der CDU Kreistagskandidat und Regionalbauernverbandsvorsitzender, Norbert Klapp (Malsfeld) erklärt abschließend: „Bundesumweltministerin Schulze glaubt, vom Schreibtisch aus Insekten schützen zu können, ohne die Zusammenhänge in Feld und Wald überhaupt zu begreifen. Die SPD muss aufhören, über die Köpfe der Menschen hinweg zu entscheiden und auf Kooperation statt Konfrontation setzen. Wer hervorragende deutsche Lebensmittel und mehr Insektenschutz will, muss den Weg dorthin gemeinsam mit Landwirten und Umweltverbänden gestalten. Ich will in Zukunft mehr regionale Lebensmittel, nicht mehr Produkte aus Übersee.“

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