Bernd Siebert: Fritzlar sucht seines Gleichen in Nordhessen

v.l.n.r.: Kreistagsabgeordneter Rudolf Amert, Horst Platzek, Friedrich Keller, Bürgermeister Hartmut Spogat, Stadtverbandsvorsitzender Christian Seyffarth, Staatssekretär Mark Weinmeister, Ingmar Theiß, Bundestagsabgeordneter Bernd Siebert, Dirk Braun, Je
v.l.n.r.: Kreistagsabgeordneter Rudolf Amert, Horst Platzek, Friedrich Keller, Bürgermeister Hartmut Spogat, Stadtverbandsvorsitzender Christian Seyffarth, Staatssekretär Mark Weinmeister, Ingmar Theiß, Bundestagsabgeordneter Bernd Siebert, Dirk Braun, Je
Gemeinsam mit dem Staatssekretär für Europaangelegenheiten Mark Weinmeister besuchte der Bundestagsabgeordnete Bernd Siebert Institutionen und Unternehmen in der Dom- und Kaiserstadt. Begleitet wurde er dabei vom CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Christian Seyffarth, Bürgermeister Hartmut Spogat, dem Ersten Stadtrat Claus Reich und weiteren Vorstandsmitgliedern der CDU Fritzlar. „Fritzlar ist schon immer ein besonderer Programmpunkt in meiner Sommerbereisung. Diese Stadt ist in vielerlei Hinsicht ein sehr gutes Beispiel für eine zukunftsfeste Entwicklung im ländlichen Raum“, so Siebert zu Beginn der Tour.

Der Anfang wurde im Fritzlarer Bahnhof gemacht. Zum Zweck der Information und Beratung haben sich 15 Handwerksbetriebe aus der Region zu einem „Handwerker-Kompetenzzentrum“ zusammengetan, welches von Bernd und Jan Jäger geleitet wird. Hier wird Expertenwissen zu einer Vielzahl von Bereichen– versammelt unter einem Dach – angeboten. Dieser lose Verbund von Firmen, die sich in ihrem Angebot ergänzen, soll vor allem dazu dienen, Synergie-Effekte rund um das Bauen zu nutzen. Das Zentrum bietet der Kundschaft zunächst einen Einblick in das, was der Verbund anbietet. Jan Jäger und sein Vater übernehmen die Erstberatung. Einen besonderen Schwerpunkt legen die Firmen auf das Thema Energieeinsparung und Erneuerbare Energien. Betroffen davon sind viele Gewerke am Bau: Heizungssysteme, Fensterbau, Elektroinstallation aber auch moderne Dämmsysteme. Auch eine zertifizierte Energieberatung ist möglich. Darüber hinaus werden weitere Themen behandelt von Gartenarbeit bis Malerarbeiten.
 
Zweiter Programmpunkt war der Handelsplatz „Das WeltAuto“ der Firma Autohaus Range. Die Idee zum Neubau entstand vor gut einem Jahr aufgrund von akutem Parkplatzmangel rund um das Autohaus in der Wolfhager Straße. Dirk Braun, Friedrich Keller und Michael Machulik, die drei Gesellschafter des Autohauses Range, setzten sich zusammen und suchten nach einem Ausweg, welchen sie in der Fläche des Gewerbegebiets Brautäcker fanden. Entstanden ist eine 6.000 Quadratmeter große Fläche für zertifizierte Gebrauchtfahrzeuge mit dem Qualitätslabel „Das WeltAuto“ sowie ein Bürogebäude inklusive Annahmebühne und Fahrzeugübergabefläche. Permanent werden hier 120 Fahrzeuge angeboten. Aus Sicht des Abgeordneten ist dieser Platz ein weiterer wichtiger Schritt im Zusammenhang mit dem wirtschaftlichen Erfolg dieses Autohauses. Nachdem die drei Neugesellschafter das Unternehmen im Jahr 2010 mit 29 Mitarbeitern übernommen hatten ist die Zahl nunmehr auf 67 gestiegen.
 
Der Abschluss des Tages wurde dann in der Westfalen-Tankstelle von Ralf Rehburg direkt an der Range-Kreuzung gemacht. Was an dieser modernen Tankstation alles möglich ist beeindruckt die Kunden: Erst tanken, dann einkaufen und anschließend in aller Ruhe einen Snack einnehmen. Der Familienbetrieb investierte 2,2 Millionen Euro in die 5.000 Quadratmeter große Anlage. Energieeffizienz ist bei dieser Tankstelle ein großes Thema. Das Waschwasser der Waschanlage wird durch eine biologische Wasseraufbereitungsanlage gereinigt und im Prozess wiederverwertet. Moderne LED-Lampen sorgen für energiesparende Innen- und Außenbeleuchtung der Station. Eine Wärmerückgewinnungsanlage nutzt regenerative Energien für Heizung und Warmwassererzeugung. Zwölf Mitarbeiter, davon sechs Vollzeitangestellte, sorgen für den reibungslosen Ablauf im 24-Stunden-Betrieb. Die Gäste dankten Christin und Ralf Rehburg für die kompetente Führung.
 
In allen besuchten Betrieben wurden in Gesprächsrunden sowohl branchenspezifische als auch allgemeine wirtschaftliche und politische Themen behandelt. Siebert sagte abschließend: „Eine bodenständige und weitsichtige Kommunalpolitik ist einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg im ländlichen Raum. In Fritzlar beeindruckt mich immer wieder das harmonische Miteinander von Alteingesessenem und Neuem. Es ist mein Überzeugung, dass es im nordhessischen Raum keine Kommune vergleichbarer Größe gibt, die sich in den letzten Jahren so gut entwickelt hat.“ Schlussendlich bedankte er sich bei allen, die zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben.
 

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